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- 4 Spiel
- 1 Theorie
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Der Vorläufer aller Spiele aus der Schachfamilie, also nicht nur des europäischen Schachs, sondern auch des Xiangqis, Shōgis oder Makruks, entstand vermutlich in Nordindien vor ca. 1500 Jahren. Dieses Urschach wurde Chaturanga genannt.
Details zur Entwicklung des Spiels sind nicht bekannt, was zur Ausbildung von Mythen, insbesondere der Weizenkornlegende, führte.
Diese Legende haben wir in unserem Anfänger-Heft in die Reime gelegt und Dank der Deutschen Schulschachstiftung ist sie "verfilmt".
Viel Spaß beim anschauen!
Könnte man also an der beliebigen Seite die Figuren aufbauen?
- Nein.
Die Spieler sitzen an der Buchstaben-Seite.
Sollte das Brett keine Markierung haben, hilft es zu merken, dass die linke Ecke schwarz sein sollte.
Aufbau
Die 8 Reihen sind die Waagerechten oder die Horizontalen und hier mit den Pfeilen markiert, auf den Grundreihen (die 1. und 8., rote Pfeile) wird die Grundstellung aufgebaut.
Reihen
Die Linien sind die Senkrechten oder die Vertikalen und werden mir den Buchstaben markiert, z.B. die a-Linie.
Linien
Die Diagonalen sind die Felder einer Farbe, die mit den Ecken an einander “geklebt” sind und schräg liegen. Sie können sowohl sehr kurz (2 Felder lang) als auch ganz lang (8 Felder), von einer Brett-Ecke zur anderen, sein.
Diagonalen
Hier sprechen wir über das Zentrum (grün) und das erweiterte Zentrum (rot + grün)
Das Zentrum
Aufstellung
Und hier ist die Grundstellung aufgebaut. Wichtig: die Dame liebt ihre Farbe: weiße Dame - weißes Feld, schwarze Dame - schwarzes Feld! Die Springer stehen auf den b- und g-Linien: "Brave Gäule"!
Die Schachsprache ist sehr universell und leicht zu lernen.
Sie wird nicht nur zum Aufschreiben der Schachpartien und zum Lesen von Schachbüchern und Zeitschriften benutzt, sondern auch in Schachprogrammen, Datenbanken und zur Übertragung der Züge im Internet verwendet.
Was man nicht vergessen sollte: Auch für ein besseres Verständnis während des Schach-Unterrichts, ob in Online- oder Präsenz-Form, ist die Notation unverzichtbar.
Erfahrene Schachspieler können sogar Blindpartien spielen, ohne ein Brett dabei zu benutzen, und sagen sich einfach die Züge gegenseitig an.
Im Fernschach, einer heute nicht mehr so populären Form des Spiels, hat man die Züge auf speziellen Postkarten notiert und versendet.
So eine Partie konnte bis zu drei Jahre dauern - man hat natürlich mehrere Spiele (z. B. ein ganzes Turnier) gleichzeitig gespielt.
Nun zu den Einzelheiten.
Adressen der Felder
Jedes Feld auf dem Brett hat eine Adresse, die aus dem Linien-Buchstaben und der Reihen-Zahl besteht. Wie z.B. hier c5, f1, h8.
Diese Adresse wird immer klein geschrieben.
Die großen Buchstaben nutzen wir für die Figuren:
K(önig)
D(ame)
T(urm)
S(pringer)
L(äufer)
Für den Bauern wird nur seine Adresse benutzt.
Es gibt noch die Spezialitäten wie kurze ( 0-0 ) und lange ( 0-0-0 ) Rochaden, Schach ( + ), Matt ( # ), und Schlagen ( x ).
Die Notation kann man in der kurzen und langen Form nutzen. Die lange Form kommt meistens in den Büchern vor.
Uns reicht die kurze aus.
Hier kommen einige Beispiele.
Bauernzug
Dieser Zug wird mit 1. e4 aufgeschrieben.
Turmzug
Hier schreiben wir Te1
Turmzug 2
Wenn beide Türme das Feld e1 erreichen können, nehmen wird den Start-Buchstaben dazu: Tae1
Turmzug 3
Und auf einer Linie, die Start-Zahl: T7a4
Springerzug
Dies kann auch bei den Springern vorkommen: Sbd2
Damenzug
Die Dame möchte den Bauern schlagen
Schlagen und Matt
und es wird ein Matt. Dxg7#, “x” steht hier fürs Schlagen und “#” fürs Matt.
Bauernschlag
Bei Bauer schlägt Bauer sind viele verunsichert
Bauernschlag 2
dabei wird der Startbuchstabe mit “x” und der Ziel-Adresse kombiniert: dxe5+ , zusätzlich wurde der schwarze König schachgesetzt, was mit “+” markiert wurde.
Umwandlung
Der Bauer steht kurz vor der Umwandlung und möchte eine Dame werden.
Umwandlung 2
Das wird mit e8D aufgeschrieben.
Springerzug
Der Springer zieht “zwei Felder vor und eins zur Seite” oder “eins vor und eins schräg”. Auch ein “L”-Buchstaben kann man im Springerzug visuell vorstellen.
Er springt immer abwechselnd von schwarz nach weiß und umgekehrt.
Springer im Zentrum
Springer am Rande und in der Ecke
Näher zum Rand verringert sich seine Mobilität, dort erreicht er 4 Felder und aus der Ecke nur 2.
Springer schlägt
Auf seinen Zielfeldern kann der Springer die gegnerischen Figuren und Bauern schlagen.
Auf die Felder mit eigenen Steinen kann der Springer nicht ziehen.
Springer überspringt
Bei seinem Zug überspringt der Springer alle Steine (eigene und gegnerische) und landet auf seinem Zielfeld
In der Grundstellung sind auf jeder Seite zwei Läufer, schwarzfeldrig und weißfeldrig.
Schwarzfeldrig und weißfeldrig
Dies bedeutet, dass der Läufer nur auf den Feldern einer Farbe seine Wege findet und bewegt sich auf den Diagonalen. So kann ein Läufer nur das halbe Brett erreichen.Läufer im Zentrum
Im Zentrum ist der Läufer am stärksten und erreicht 13 Felder.
Läufer am Rande und in der Ecke
Vom Rand oder aus einer Ecke sind es nur 7 Felder.Abbiegen
Zum Abbiegen muss der Läufer auf den 2. Zug warten
Schlagen
Beim Schlagen bleibt er auf dem Platz des geschlagenen Steines stehen.Gangart
Ein Läufer kann keine anderen Figuren oder Bauern überspringen, er kann sich aber ganz gut dazwischen “mogeln”.
Gangart
Abbiegen
Schlagen
In der Grundstellung
In der Grundstellung sind die Türme in die Ecken “verbannt” und das ist gut so: sie warten gern bis die Leichtfiguren und die Dame in den Kampf steigen (so wird die Bewegung auf der Grundreihe erstmal möglich) und bis die Bauern sich abtauschen (was die Linien öffnet) und entsprechend werden die Wege für die Türme frei.
***
Auch an der Rochade mit dem König nimmt der Turm teil. Das ist aber ein Thema für eine andere Lektion.
Im Zentrum
In der Ecke
Die Dame ist die stärkste Schachfigur und vereint in ihrer Gangart den Turm und den Läufer.
So kann sie in jede Richtung auf Linien, Reihen und Diagonalen bewegt werden.
Aus dem Zentrum erreicht die Dame ganze 27 Felder und aus einer Ecke immer noch 21, was mehr als bei allen anderen ist.
Gangart
Der König ist die wichtigste Figur im Schach.
Er gibt seinen Namen auch dem Spiel: auf Farsi, der Sprache, die im heutigen Iran (früher Persien) gesprochen wird, heißt der König – “Shah”.
Die Gangart des Königs ist einfach, er geht nur einen Schritt (ein Feld weit ) in jede Richtung.
Angreifen
Genau so greift der König an, also jedes Feld um ihn herum wird vom König angegriffen.
Angegriffene Felder
Der König selbst darf aber nicht auf die, von den gegnerischen Figuren angegriffenen Felder, gehen.
Zwei Könige
Verteidigen
Den eigenen König sollte man verteidigen und den gegnerischen König greift man an.
Den Angriff auf den König nennt man Schach.
Der König darf im Schachgebot nicht bleiben und muss sich selbst wehren, bzw. er ist auf die Hilfe seiner Figuren angewiesen, siehe das Thema “Schach”.
Gangart
Gangart
Ein Bauer startet auf der 2. oder 7. Reihe und bewegt sich auf der Linie strickt nach vorn.
Beim ersten Zug darf er zwischen einem einfachen oder einem Doppelschritt wählen.
Angriff und Verteidigung
Für die Verteidigung der eigenen bzw. für einen Angriff auf die gegnerischen Steine nutzt der Bauer die Felder, die schräg(diagonal) vor ihm liegen.
Blockierter Bauer
Ein Bauer kann weder seitwärts noch zurück gehen oder andere Steine überspringen. Steht ein gegnerischer Stein vorm Bauern, ist er blockiert und kann sich nicht mehr fortbewegen, es sei denn, er kann einen anderen Stein schlagen.
In einer Reihe
Mehrere Bauern sind am stärksten, wenn sie in einer Reihe stehen. Dabei bewachen sie alle Fehler vor sich und lassen die gegnerischen Figuren nicht in die Nähe, was zum Beispiel für die Rochade-Stellung sehr wichtig ist.
Bauernkette
“Halten die Bauern einander an den Händen”, sind sie auch schwer zu erobern, der letzter Bauer ist dabei der schwächste.
Eröffnung
Es empfiehlt sich, die Schachpartie mit dem Zug eines zentralen Bauern zu beginnen, dabei besetzt man den Raum im Zentrum und öffnet die Wege für die Figuren.
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“Die Bauern sind die Seele des Schachspiels” sagte François-André Danican Philidor (1726- 1795), französischer Komponist, der zu seinen Lebzeiten als bester Schachspieler der Welt galt.
Gegnerische Grundreihe
Umwandlung in eine Dame
Ein Bauer, der die gegnerische Grundreihe erreicht, wandelt sich um in eine Figur um.
Dabei wird der Bauer vom Brett genommen und die gewählte Figur auf das Zielfeld der Grundreihe gestellt.
Meistens ist es eine Dame. Es kann aber nach Bedarf auch jede andere (außer König) Figur sein. In diesem Fall nennt man es die Unterumwandlung. Es können dann entsprechend mehrere Damen oder andere Figuren auf dem Brett sein.
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Hier war es z.B. clever, den Bauern in einen Springer umzuwandeln, da der letzte dann sofort einen Doppelangriff(Gabel) auf die beiden gegnerischen Figuren startet und nachdem der König sich gegen das Schachgebot wehren muss und weg zieht, schlägt der Springer die Dame.
Unterumwandlung (in einen Springer)
Unterumwandlung (in einen Springer)
Bei einer Umwandlung in die Dame würde man dem weißen König das letzte Feld nehmen, er hat dann keine Züge und die Partie endet Remis (das Wort fürs Unentschieden im Schach) durch Patt (siehe entsprechende Lektion).
Unterumwandlung (in einen Turm)
Unterumwandlung (in einen Turm)
Wandelt man den Bauern in den Turm um, kann der weiße König noch ziehen und wird im nächsten Zug Matt gesetzt (siehe entsprechende Lektion).